Jaspers Verhalten und Entwicklung

Jaspers Charakter und sein Verhalten werden ausgiebig in unserer Charakterisierung besprochen. In diesem Zusammenhang sollen jedoch noch einmal die einzelnen Aspekte seines Verhaltens gesondert herausgegriffen und in den Zusammenhang seiner erstaunlichen Entwicklung gestellt werden: vom unnahbaren Austauschschüler zum missverstandenen Außenseiter, vom glücklichen Familienmenschen zum enttäuschten und verletzten Sohn, und – zum Abschluss – seine Eingliederung in die Familie Mittermeier.

Jasper ist im Roman das perfekte Beispiel dafür, dass man niemals über einen Menschen urteilen sollte, ohne zu wissen, warum er so ist, wie er ist. 

Der unnahbare Austauschschüler

Als der englische Teenager bei der Familie Mittermeier ankommt, macht er auf Ewald und dessen Eltern alles andere als einen guten Eindruck: Er ist wortkarg, unfreundlich, rücksichtslos, unordentlich, unhygienisch und ungehemmt. Sobald jemand den Beutel mit seiner Steinsammlung anrührt, fängt er an zu knurren (vgl. S.53). Er besitzt absolut keine Tischmanieren (vgl. S.60) und besteht darauf, alleine in einem Zimmer zu schlafen (vgl. S.61). Schon am ersten Tag spielt Herr Mittermeier mit dem Gedanken, ihn umgehend nach England wieder zurückzuschicken (vgl. S.61). 

Von Anfang an zeigt Jasper kein Interesse daran, am Leben seiner Gastfamilie teilzunehmen, obwohl die anderen Familienmitglieder sich ihm gegenüber freundlich und offen verhalten: Er verbringt den ganzen Tag auf seinem Zimmer, nimmt nicht an den gemeinsamen Mahlzeiten teil, sondern plündert nachts die Speisekammer, und weigert sich, an den geplanten Familienausflügen teilzunehmen. Ewald findet ihn in dieser Anfangszeit „schrecklich“ (S.62) und hat kein Interesse daran, ihn näher kennenzulernen. Herr und Frau Mittermeier überlegen unterdessen weiter, wie sie ihr Austauschkind so schnell wie möglich wieder loswerden können, da er bereits sehr schnell an ihren Nerven zerrt (vgl. S.94f.).

Bille ist die Einzige, die sich nicht an Jaspers rüpelhaftem Verhalten stört, sondern ihn sogar in Schutz nimmt: „Nach einem halben Tag, hat sie gesagt, kann man über einen Menschen noch kein Urteil abgeben. Und solange man kein Urte...

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