Merkmale des Jugendromans im Werk

Die Gattung „Jugendroman“

Jugendromane sind in erster Linie für jugendliche Leser konzipiert und thematisieren oftmals spezielle Probleme und Herausforderungen des Heranwachsens. Damit ein hohes Maß an Identifikation hergestellt werden kann, befinden sich die in ihnen auftretenden Charaktere in der Regel ebenfalls im jugendlichen Alter. Die im Roman verwendete Sprache ist oft an den Wortschatz von Jugendlichen angepasst.

Der Jugendroman nimmt erst im 20. Jahrhundert eine von der Kinderliteratur abgegrenzte Stellung ein, da das Erwachsenwerden zunehmend als eine eigenständige und äußert herausfordernde Lebensphase wahrgenommen wird. Im Zentrum stehen nun die Probleme, die das Leben der Jugendlichen direkt berühren, beispielsweise Einsamkeit, Außenseitertum, Mobbing und die Auseinandersetzung mit den eigenen Eltern. Die Formung des eigenen Charakters und die selbstständige Entwicklung hin zum Erwachsenenwerden sind weitere wichtige Kernthemen. 

In der Jugendliteratur spielen nicht nur die Klassiker, wie Freundschaft oder Liebe, eine entscheidende Rolle, sondern auch ernste und teils tragische gesellschaftliche Probleme. „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (1978) thematisiert beispielsweise den Konsum und die Abhängigkeit von Drogen, in „Die Welle“ (1981) wird ein gesellschaftliches Experiment über den Nationalsozia...

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