Ewald

Elsi

Der dreizehnjährige Ewald Mittermeier ist die Hauptperson und der Ich-Erzähler in Christine Nöstlingers Romans Das Austauschkind. Er lebt zusammen mit seiner zwei Jahre älteren Schwester Bille und seinen beiden Eltern in einer geräumigen Wohnung im vierten Stock eines Wiener Denkmalschutzhauses. Er berichtet in der Erzählung darüber, was er in dem Sommer erlebt hat, in dem er dreizehn Jahre alt geworden ist, und zwar bevor und als ein englischer Austauchschüler die Familie besucht.

Normalerweise ist der Alltag der Familie eher von Eintönigkeit gekennzeichnet. Alle Erlebnisberichte, die er bisher in der Schule geschrieben hat, hat er immer mit erfundenen Handlungen ausschmücken müssen (vgl. S.5), um Spannung zu erzeugen. Aber im Laufe von sechs Wochen ist in diesem Sommer zum ersten Mal in seinem Leben etwas wirklich Aufregendes bei ihm zuhause geschehen, von dem er nun berichten unbedingt möchte (vgl. S.5).

Mit vollem Namen heißt Ewald Ewald Leonhard Stefan Isidor Mittermeier und wird von seinen Mitschülern deshalb häufig „Elsi“ genannt – nach den Anfangsbuchstaben jedes seiner Vornamen. Ewald kann diesen Spitznamen nicht leiden, setzt sich aber nicht gegen ihn zur Wehr (vgl. S.6). 

Ewald hat so viele Vornamen, weil jeder in seiner Familie ihm einen anderen Namen geben wollte. Seine Mutter hat für Ewald, seine Oma für Leonhard und sein Papa und seine Großmutter haben für Stefan gestimmt. Am liebsten hätte Ewald mit erstem Vornamen Stefan geheißen. Den „schrecklichen“ (S.6) Namen Isidor hat er deshalb erhalten, weil sein reicher Großonkel so heißt und seine Eltern hoffen, dass er der Familie vielleicht etwas Geld vererben wird, wenn sie ihm gelegentlich eine Freude machen. 

Die bessere Englischnote

Ewald ist ein absolut vorbildlicher Schüler und ein sehr gut erzogener Sohn, der seinen Eltern fast nie Ärger bereitet. Nur zusammen mit seiner Schwester Bille kommt bei ihm gelegentlich eine rebellischere und widerspenstige Seite zum Vorschein. 

Der gute Schüler Ewald erhält auch in diesem Jahr wieder ein „echtes Vorzugszeugnis“ (S.7), auf dem fast nur Einser und Zweier stehen. Nur in Englisch soll er eine Drei erhalten. Da Ewalds Mutter ein sehr großes Interesse daran hat, dass ihre Kinder gute Noten bekommen, will sie Ewalds Englischlehrer davon überzeugen, ihm eine Zwei auf dem Zeugnis zu geben. Der Dreizehnjährige ist aber stolz und will auf keinen Fall Noten geschen...

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