Orte

Im letzten Drittel des Romans – „Die zweite Halbzeit mit Jasper“ – bricht die Familie Mittermeier zusammen mit ihrem Austauschkind Jasper in den Familienurlaub auf, der sie zuerst zu weiteren österreichischen Städten und Orten und später sogar bis nach Italien führt. 

Wien

Die ersten beiden Drittel des Romans spielen sich ausschließlich in der österreichischen Hauptstadt Wien ab. Ein Großteil der Handlung ereignet sich dabei in der Wohnung der Familie Mittermeier. Weitere Wiener Handlungsschauplätze sind Ewalds Schule, der Prater, der Flughafen und das Haus von Ewalds Großmutter.

Wohnung der Familie Mittermeier

Der größte Teil des Romans spielt sich vorrangig in der Wohnung der Familie Mittermeier ab, die im vierten Stock eines „Denkmalschutzhauses“ (S.56) verortet liegt und nur über eine Wendeltreppe zu erreichen ist, denn einen Lift gibt es nicht. Das Wohnhaus wird von einem alten Hausmeister namens Prowaznik in Schuss gehalten, der für alle Wohnungen einen Reserveschlüssel besitzt, und zwar für den Fall, dass in der Abwesenheit der Anwohner „ein Feuer ausbricht oder ein Rohrbruch entsteht“ (S.89).

Die Wohnung der Mittermeiers hat vier Zimmer: Ein Schlafzimmer für die Eltern, zwei Kinderzimmer und ein Wohnzimmer. Außerdem besitzt sie eine separate Küche, ein Bad, ein Vorzimmer, einen Dachboden und eine abschließbare Speisekammer. Da Frau Mittermeier eine äußerst ordnungsliebende Frau ist, hält sie die gesamte Wohnung auf Hochglanz (vgl. 78) und achtet darauf, dass die beiden Kinderzimmer sich in einem „peinlich sauberen Normalzustand“ (S.80) befinden.

Ewald hat ein geräumiges Zimmer, in dem Platz für mehrere Kisten, zwei Betten und einen Schreibtisch ist. Bevor das Austauschkind bei ihnen einzieht, baut seine Mutter sein Zimmer komplett um: „Ich habe in meinem Zimmer, an einer Wand, lauter Gemüsehändler-Obstkisten gestapelt. Vier Meter lang, einen Meter hoch, blau gestrichen. In den Kisten hebe ich meinen vermischten Kram auf. Meine Mutter stapelte die Kisten so, dass sie nur noch zwei Meter in der Länge ausmachten, dafür aber zwei Meter hoch ragten. An die zwei frei gewordenen Meter Wand stellte sie das Bett vom Dachboden und malte es blau an.“ (S.34) Nachdem Frau Mittermeier das Zimmer umgebaut hat, fühlt sich Ewald in ihm nicht mehr besonders wohl (vgl. S.35). Da Jasper jedoch darauf besteht, alleine in Ewalds Zimmer zu schlafen (vgl. S.61), gibt Ewald den Besitzanspruch auf sein Zimmer ohnehin für einen Großteil der Romanhandlung auf (vgl. S.66).

Billes Zimmer ist ebenfalls geräumig genug, um zwei Betten in seinem Inneren zu beherbergen. In ihrem Zimmer befindet sich ein Gastbett für den Fall, dass ihre Oma bei der Familie übernachten will (vgl. S.61). Da Jasper darauf besteht, in einem eigenen Zimmer zu schlafen, zieht Ewald für sechs Wochen in Billes Zimmer mit ein (vgl. S.61). Beide sind sehr zufrieden damit, sich über den Sommer ein Zimmer zu teilen, da sie sich viel zu erzählen haben und so noch mehr Zeit miteinander verbringen können: „Zu zweit in einem Zimmer schlafen, mit jemandem, den man mag, kann sehr schön sein.“ (S.62)

Das Schlafzimmer der Eltern Mittermeier besitzt einen achttürigen Schrank, bei dem auf jeder Tür ein Spiegel montiert ist. An diesen Spiegeln „wischt [Ewalds] Mutter täglich eine halbe Stunde herum.“ (S.105) Fürs Schlafzimmer gilt ein von Frau Mittermeier verhängtes „Rauchverbot“ (S.105). Ewald belauscht seine Eltern im Verlaufe des Romans dann mehrmals, wenn sie sich im Schlafzimmer unterhalten (vgl. S.94). Die einzige Szene, die sich direkt im elterlichen Schlafzimmer abspielt, ist jedoch diejenige, in der Ewald seinen Eltern und Bille von Jaspers trauriger Lebensgeschichte erzählt (vgl. S....

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