Humor und Ironie

Zusammenprall zweier gegensätzlicher Welten: Jasper vs. die Eltern Mittermeier

Obwohl „Das Austauschkind“ ernste Themen behandelt – unter anderem Jaspers traurige Kindheit und seinen Selbstmordversuch – ist es in einem humorvollen Ton geschrieben und lädt immer wieder zum Lachen ein. 

Ein großer Teil der Komik des Romans ergibt sich daraus, dass mit dem unangepassten Jasper und den konservativen Eltern Mittermeier zwei vollkommen gegensätzliche Welten aufeinanderprallen: das rebellische Chaos und die gutbürgerliche Ordnung. Bereits bei Jaspers erstem Zusammentreffen mit der Familie Mittermeier wird deutlich, dass der Aufenthalt des jungen englischen Gastes bei ihnen alles andere als konfliktlos verlaufen wird. Während Herr und Frau Mittermeier ihn sofort in ein Gespräch verwickeln wollen, stoßen sie bei Jasper nur auf eine wortkarge oder gänzlich fehlende Reaktion (vgl. S.53ff.). 

Kaum bei ihnen zuhause angekommen, verursacht Jaspers Kieselsteinsammlung das erste Unglück: „In diesem Augenblick kam von der Treppe her durch die offene Wohnungstür ein erstaunlich ohrenbetäubendes Geräusch, das auch lang anhaltend war, dabei aber leiser wurde. Ein besserer Erdrutsch in verkarstetem Gebiet muss sich so anhören.“ (S. 58).

Während die Eltern Mittermeier Jaspers unfreundliches Verhalten anfangs ...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen