Kritik, Rezeption und Adaptation

Daniel Kehlmanns Nachfolger des enormen Erfolgsromans „Die Vermessung der Welt“, sein Roman Ruhm, wird sofort zum Bestseller. Er kommt beim breiten Publikum gut an. Von „Ruhm“ werden 25 Lizenzen bereits im Jahr 2010 für Übersetzungen der Geschichte in andere Sprachen verkauft.

Allerdings werden über den Roman gemischte Kritiken geschrieben. Wiebke Porombka verfasst in der Zeit Online (16. 1. 2009) eine sehr scharfe Kritik: Dem Werk mangele es komplett an Humor. Es sei sinnvoll und spreche für Kehlmann als professionellen Autor, dass er, nachdem die Erwartungen nach „Die Vermessung der Welt“ sehr groß waren, nun „ein anständig gebautes, unaufgeregtes Buch vorgelegt hat“, das Werk sei aber „ein spiegelglattes Designmöbelstück“.

Die Kritikerin beschreibt außerdem das Buch als programmatisch und poetologisch. Kehlmann zeige deutlich, „dass er ein Autor ist, dem es ums Ästhetische geht, um den spielerischen und zugleich souveränen Umgang mit Text“ – die Fakten und die korrekte Wiedergabe der Wirklichkeit seien für ihn irrelevant. Über die Geschichte „Rosalie geht sterben“ schreibt Porombka, zu lesen, wie die Figur mit dem Autor diskutiert, fühle sich etwa so an, „als würde man im Sekundentakt auf Alufolie beißen.”[1]

Andere Kritiker vertreten eine ganz andere Meinung. In der Online-Ausgabe der österreichischen Zeitung „Der Standard“ schreibt Cornelia Niedermeier zum Beispiel, „Ruhm“ sei „ein wunderbar verspieltes, schwebend leicht...

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