Bürgerfreiheit

Staat und Fürsorge

In Corpus Delicti schildert Juli Zeh ein totalitäres System, das seinen Machtwillen nicht offen zeigt. Stattdessen legitimiert es die Überwachung und Bespitzelung der Bürger mit der vermeintlich positiven Gesundheitsfürsorge. Die Stärkung und Erhaltung eines gesunden Körpers werden als das höchste Gut des Menschen propagiert, da er ein langes Leben ohne Krankheit garantiert.

Kramer proklamiert in seinem Vorwort die Gesundheit als natürliches Ziel des Menschen und erhebt somit einen Absolutheitsanspruch. Im Umkehrschluss ist die Tatsache, die eigene Gesundheit zu vernachlässigen, unnatürlich und daher nicht akzeptabel. „Ein Mensch, der nicht nach Gesundheit strebt, wird nicht krank, sondern ist es schon“ (S. 7/8).

Plädoyer für den freien Willen

Eine obligatorische staatliche Gesundheitsfürsorge geht zu Lasten der menschlichen Freiheit. Die Figur Moritz Holl hat nicht zuletzt aufgrund ihrer Krankheitserfahrung verstanden,...

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