Sprache

Die Sprache, welche Juli Zeh in ihrem Roman verwendet, ist einfach und nüchtern. Der Erzählstil erinnert in weiten Teilen an die trockene Sprache der Juristen. Zeh erzählt in kurzen Sätzen und verwendet, ähnlich wie das Amtsdeutsch, viele Fremdwörter.

Fremdwörter

Die große Anzahl an Fremdwörtern, die im Text verwendet werden, stellt hohe Anforderungen an den Leser. Gleichzeitig lässt sich die juristische Ausbildung der Autorin erkennen: Ähnlich wie die Rechtswissenschaft verwendet auch der Roman zahlreiche Begriffe aus dem Lateinischen. Viele von ihnen betreffen den medizinischen Bereich.

Als Rosentreter in Kapitel 34 im Zusammenhang mit Moritz Leukämieerkrankung  eine Stammzellentransplantation erwähnt, spricht er von „monoklonalen Antikörpern“ (S. 164/165). Am Ende der Gerichtsverhandlung erkennt Richterin Sophie, dass durch ihre Zustimmung Rosentreter mit dem Fall Moritz die Fehlbarkeit der Methode offenlegen konnte. Sie fühlt sich schuldig und weint. Mia beobachtet sie und beschreibt Sophies Tränen als „eine Flüssigkeit, die von starker Nervenerschütterung aus dem Körper gepresst wird“ und die „Lipide und Mucine“ enthält (S. 168).

Der Text bekommt den Anstrich des Allgemeingültigen, indem Zeh auch Fremdwörter aus anderen Sprac...

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