Aufbau

Struktur

Der Aufbau des Romans lässt Ähnlichkeiten mit demjenigen Theaterstück erkennen, das die Autorin zwei Jahre zuvor geschrieben hatte. Ungewöhnlich für einen Roman von 264 Seiten ist die große Anzahl der einzelnen (50) Kapitel. Diese sind bis auf wenige Ausnahmen sehr kurz und umfassen oft nur zwei bis vier Seiten. Eine zentrale Bedeutung besitzt das Kapitel 34 („Der Härtefall“), das durch den Umfang von 16 Seiten seinen inhaltlichen Stand- und Schwerpunkt betont. 

Der Roman beginnt mit  einem Vorwort, welches wiederum einem anderen Vorwort entnommen wurde. Letzteres stammt aus Heinrich Kramers fiktivem Buch „Gesundheit als Prinzip staatlicher Legitimation“ (S. 7/8). Dadurch wird der Leser direkt in eines der Hauptthemen eingeführt, nämlich den Absolutheitsanspruch der Gesundheit, welcher Corpus Delicti kennzeichnet: „Gesundheit ist das Ziel des natürlichen Lebenswillens und deshalb natürliches Ziel von Gesellschaft, Recht und Politik“ (S. 8). Das zweite Kapitel nimmt die Haupthandlung vorweg: Es enthält das Gerichtsurteil gegen Mia, die zum „Einfrieren auf unbestimmte Zeit verurteilt“ wird (S.10). 

Überschriften

Die Überschriften der einzelnen Kapitel bestehen entweder aus einem einzelnen Wort oder dem Teil eines Satzes.  Das Wort oder der Satzteil ist dem jeweiligen Kapitel entnommen, über dem sie stehen. Dabei entspricht der Titel häufig der Zusammenfassung des Inhalts, wie in Kapitel 25 „Die ideale Geliebte“ (S. 25). Dort taucht die Figur ideale Geliebte zum ersten Mal auf und wird in das Geschehen eingeführt.

Manchmal greift der Titel aber auch einen Aspekt des Kapitels auf, der für die Handlung eher nebensächlich erscheint. Ein Beispiel hierfür ist das sechste K...

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