Der Volksaufstand des 17. Juni 1953 in der DDR

Die Gründe des Aufstands                                    

Bei der zweiten Parteikonferenz der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) im Jahr 1952 wurde beschlossen, dass der Sozialismus in der DDR so aufgebaut werden sollte, wie er in der Sowjetunion praktiziert wurde. Die Regierung ordnete nachfolgend eine Verstaatlichung aller privaten Betriebe an, ihre Eigentümer wurden enteignet.

Gleichzeitig hatte sich die Partei für die Kollektivierung der Landwirtschaft, den Wiederaufbau des Militärs und die Förderung der Eisen- und Stahlindustrie entschieden. Die Umsetzung der Regierungsbeschlüsse geschah jedoch hauptsächlich zu Lasten der Arbeiter. Um die angeordneten Ziele erreichen zu können, wurden die Arbeitsnormen erhöht, was bedeutete, dass die Werktätigen für den gleichen Lohn mehr arbeiten mussten.

Außerdem flüchteten viele Unternehmer, die mit der Verstaatlichung ihres Besitzes nicht einverstanden waren, aus der DDR in den Westen Deutschlands („Republikflucht“) und dem Staat fehlte es zunehmend an Arbeitskräften. Zudem wurde durch die massive Förderung der Eisen- und Stahlindustrie die Produktion von Lebensmitteln und Konsumgütern vernachlässigt.

„Eine beschleunigte Kollektivierung der Landwirtschaft und die verschärfte Verstaatlichung führten ab Ende 1952 zu einer einschne...

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