Thomas Mann

Am Ende des Romans flieht der Protagonist in die Schweiz, in der er sich endlich von seiner Auffassung der oberflächlichen Fassade Deutschlands sowie auch von der ständigen Erinnerung an die grausame NS-Zeit befreit (siehe Abschnitt; Deutschland und Schweiz). In die Schweiz fühlt sich der Protagonist wohl und er scheint eine gewisse Harmonie zu finden. Er hat es zum Beispiel nicht mehr nötig, sich zu jeder Zeit über Marken zu definieren: „Alles erscheint mir hier ehrlicher und klarer und vor allem offensichtlicher. Vielleicht ist die Schweiz ja eine Lösung für alles“ (S. 151).  

Der Protagonist  geht auf die Suche nach Thomas Manns Grab. Warum gerade Thomas Mann? Ist es deshalb, weil auch er aus dem „Nazi“ Deutschland in die Schweiz geflohen ist? Oder ist es, weil die wenigen Bücher Thomas Manns, die er in der Schule lesen musste, ihm richtig gut gefallen haben?: „Thomas Mann habe ich auch in der Schule lesen müssen, aber seine Bücher haben mir Spass gemacht “ (S. 154)? Stellt Thomas Mann eine Identifikationsfigur für den Ich-Erzähler dar?

Diese Fragen beantwortet Kracht nicht. Stattdessen lässt er die Gedanken des Protagonisten in eine total andere Richtung schweifen: In der Dämmerung kann der Protagonist das Grab nicht finden und seine Aufmerksamkeit richtet sich auf einen Hund, der auf ein Grab kackt (S. 157). Hier durchbricht der A...

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