Die Postmoderne

Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelt sich mit der Postmoderne eine Stilrichtung, die die Trennung zwischen der Unterhaltung und der vermeintlich besseren, „hochwertigeren“ Kunst kritisch hinterfragt. Das Fundament der Postmoderne bildet die globalisierte Welt, die die Lebenswelt der Menschen zum Beispiel im Hinblick auf das Konsumverhalten und auf die Relevanz der Medien komplett verändert hat.

Die postmodernen Autoren verarbeiten die Erfahrung, dass der Mensch seinen Platz in der modernen Welt nicht mehr findet, sondern, nach Rollen und Lebensmodellen suchend, durch die Welt irrlichtert. Die Welt ist zu vielschichtig und zu schwer zu durchschauen, weswegen es nicht mehr möglich ist, die Realität zu erfassen und sich auf die eine Wahrheit festzulegen.

In einer Welt, die sich an Konsum, Werbung und Oberflächlichkeiten orientiert, üben Mode und Markenwaren einen beträchtlichen Einfluss auf den einzelnen Menschen aus. Krachts Buch veranschaulicht den wahnsinnigen Markenfetischismus des Protagonisten. Der Leser wird mit seinem Wissen mit einbezogen und dazu gezwungen, auch seine Alltagswelt zu überdenken. Sollten Markenartikel wirklich den Stellenwert haben, den sie so oft haben? Oder handelt es sich bei ihnen nicht nur um eine Illusion? Handelt es sich im Endeffekt nicht doch nur um banale Gegenstände? 

Das Innovationsstreben wird von der Postmoderne abgelehnt, stattdessen wendet sie sich spielerisch Stilen und Genres zu (was durchaus auch einmal zur Dekonstruktion führen kann). Alle vo...

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