Sprache

Die gesprochene Sprache

Die Geschichte des Romans wird aus der subjektiven Ich-Perspektive des Protagonisten erzählt. Der Leser erfährt von der gegenwärtigen Welt und von den anderen Menschen durch seine Augen und Selbstreflexion. Das Wort ‚Ich’ ist das am häufigsten verwendete Wort des Romans und steht meistens am Satzanfang, was von der ausgeprägten Egozentrik des Protagonisten zeugt. Die Gegenwärtigkeit der Erzählung wird durch die Zeitform Grundtempus Präsens und durch die wiederkehrenden adverbialen Bestimmungen der Zeit im Text gekennzeichnet, so wie „Jetzt“, „ In diesem Moment“ oder „Also, es fängt damit an…[…]“ (S. 13).

Eigentliche Gespräche werden im Roman nicht geführt: Der Roman stellt  einen groβen Monolog ohne wörtliche Rede dar. Der Ich-Erzähler beschränkt sich meistens darauf, auf seiner Meinung zu beharren, und strebt keine Auseinandersetzung mit seiner Umgebung an. Wenn die anderen Figuren etwas sagen, dann gibt der Ich-Erzähler in diesem Zusammenhang zu, dass er grundsätzlich nicht aufmerksam ist und nicht zuhört. Eine wirkliche Kommunikation zwischen den Figuren findet deshalb nicht statt. Der Ich-Erzähler kann sich dadurch leicht der Wirklichkeit entziehen und wieder in seine Einsamkeit flüchten, ohne Verantwortung zu übernehmen.

Der namenlose Ich-Erzähler fungiert als Bindeglied zwischen Romantext und Leser. Der Ich-Erzähler „spricht“ direkt mit dem Leser und äußert zum Beispiel unreflektiert seine oberflächlichen und vorurteilsbehafteten Werturteile. Die Mündlichkeit der Sprache, wobei die schriftliche Sprache der alltäglichen gesprochenen Sprache der Jugend ähnelt, ist ein Stilmerkmal des Romans. Sie verleiht dem Roman einen authentischen und spontanen Charakter. Die Sprache zeichnet sich durch zeitgenössische Wendungen und Ausdrücke der Jugend (siehe Jugendsprache) und durch Markennamen, die als Codes dienen, aus (siehe Markennamen).

Vertraulichkeit

Der Ich-Erzähler gehört zu der Elite und hat mit seinen Freunden die exklusive private Eliteschule „Salem“ besucht. Er drückt sich in einer erhabenen, manchmal vulgären, aber sehr klaren, präzisen und konkreten Sprache aus. Seine Ausdrucksweise erinnert oft an einen Party-Talk. Sie ist effektvoll und elegant, aber zuglei...

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