Die Reise

Die ‚Deutschlandreise’ verkörpert in Krachts Roman „Faserland“ ein zentrales Element. Die Reise scheint nicht geplant zu sein, sondern eher zufällig von Norden nach Süden zu verlaufen. Der Ich-Erzähler wählt seine Reiseziele selten bewusst aus. In Heidelberg übernachtet er beispielsweise deshalb, weil er eine unangenehme Bekanntschaft in dem Zug loswerden möchte. In dieser Stadt war er zuvor noch nie. Sein einziger Anknüpfungspunkt an die Stadt ist die Aussage seines wohlhabenden Freundes Nigel: „Er hat immer erzählt, daß es dort trotz der vielen Japaner und der Amerikaner und der furchtbaren Proleten wirklich wunderschön sei, und deswegen bin ich jetzt hier in Heidelberg, nur weil es Nigel gesagt hat“ (S.86). Der Protagonist irrt und lässt sich „ja weiß Gott treiben“ (S.63). Er erzählt gleichzeitig, das...

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