Analyse

Die Reiseroute des Ich-Erzählers erstreckt sich von Sylt, über Hamburg, Frankfurt, Heidelberg, München und Meersburg bis Zürich. Ihm ist es nicht egal, was er trinkt, raucht, isst, fährt oder trägt. Als Oberklassensprössling ist er immer darauf bedacht, sich mit exklusiven und teuren Produkten zu identifizieren. Rolex, Cartier, S-Klasse-Mercedes und Porsche bevorzugt er beispielsweise. Besonders hervorzuheben sind die Barbourjacken, die gepreist, angezündet, geklaut und vergessen werden.

In der Analyse wird „Faserland“ auf Herz und Nieren überprüft: Der Aufbau des Roman (hier sind trotz vermeintlicher Einfachheit ein paar Feinheiten festzustellen) wird erläutert. Die Reise und die Reiseroute des Erzählers werden geschildert: Welche Orte er besucht und wie er diese beurteilt. Des Weiteren wird mit Beispielen auf die ganz spezielle Jugendsprache und den Erzählstil ausführlich eingegangen. Ein weiteres Kapitel widmet sich dann vor allem der ausgeprägten Kommunikationslosigkeit und Oberflächlichkeit des Ich-Erzählers. Das besondere Augenmerk hierbei richtet sich auf die bei „Faserland“ häufig anzutreffenden Leitmotive und Symbole (Barbourjacke, Alkohol, Drogen, Kommunikationsunfähigkeit…) – wobei besonders die übermäßige Verwendung von Markennamen, das stilistische Hauptmerkmal von „Faserland“, erläutert wird.