Yvette

Die abgehärtete Lagerhure

Yvette Pottier schlägt sich im Dreißigjährigen Krieg als Soldatenhure durch. Zu ihren Freiern gehören neben den einfachen Soldaten auch einflussreiche Männer, weshalb sie über gute Beziehungen verfügt, die sich auch Mutter Courage zunutze macht. Yvette ist sehr attraktiv, bei ihrer ersten Begegnung mit der Mutter Courage trägt sie einen bunten Hut und rote Stöckelschuhe.

Daneben werden jedoch auch die Schattenseiten von Yvettes Metier sichtbar. Sie ist dem Alkohol sehr zugeneigt, zudem kursiert das Gerücht, sie sei geschlechtskrank, weshalb ihr die Soldaten zunehmend aus dem Weg gehen. Sie selbst beschreibt ihre Situation wie folgt: „Stolz ist nix für unsereinen, Dreck muss man schlucken können, sonst geht’s abwärts“ (S. 31). In ihrem Lied vom Fraternisieren macht die vom Schicksal gezeichnete Yvette deutlich, dass sie sich bereits im Alter von siebzehn Jahren mehr oder weniger freiwillig mit den Soldaten eingelassen hat.

Den Grund für ihren Abstieg in die Prostitution sieht die desillusionierte junge Frau in ihrer damaligen Liebschaft mit Pieter Lamb, genannt Pfeifenpieter, den sie einst in ihrer Heimatstadt Flandern kennenlernte. Der Regimentskoch, welcher später auch der Courage nachsteigt, habe sie betrogen. Zudem gehörte ...

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