Rezeption, Adaption und Kritik

Theateraufführungen

Die Welturaufführung des »Kaukasischen Kreidekreises« fand am 4. Mai 1948, vier Jahre nach Entstehung des Werks, statt. Es handelte sich um eine Studentenaufführung am Carlton College in Northfield, Minnesota. Brecht selbst lebte zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr in den USA, sondern war inzwischen in die Schweiz emigriert. Es folgten weitere College-Aufführungen sowie eine professionelle Inszenierung an einem Theater nahe Philadelphia.

Die deutsche Erstaufführung fand 1954 unter der Regie des Autors selbst im Theater am Schiffbauerdamm in Ostberlin statt. Das von Brecht gegründete Berliner Ensemble hatte das Theater gerade erst bezogen, das nun mit dem »Kaukasischen Kreidekreis« wiedereröffnet werden sollte. Als Vorstellungstermin wurde ein symbolisches Datum, der 7. Oktober, der fünfte Jahrestag der DDR-Gründung, gewählt. Die Aufführung fand große Resonanz und wurde kontrovers diskutiert. Sie gilt bis heute als eine von Brechts bedeutendsten Inszenierungen.

Auf einer westdeutschen Bühne wurde das Stück erstmals 1955 präsentiert. Harry Buckwitz inszenierte die Aufführung am Frankfurter Schauspielhaus. Zum internationalen Durchbruch führte schließlich ein sich im gleichen Jahr ereignendes Gastspiel des Berliner Ensembles in Paris. Im Anschluss daran folgten zahlreiche Vorführungen des Dramas, das bis heute fast ununterbrochen auf namhaften Bühnen dieser Welt präsentiert wird. Die von Bre...

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