Stilmittel

Weisheiten, Sprichwörter und Klischees

Ein auffälliges Gestaltungsmittel in „Der gute Mensch von Sezuan“ sind häufig ausgesprochene Weisheiten. Shen Te und auch die Götter geben öfter solche prägnanten Aussagen von sich, wie: „... ein umsichtiger Gärtner tut auch mit einem winzigen Fleck wahre Wunder“, (S. 53). Auch bekannte Sprichwörter werden verwendet. So äußert Shui Ta z. B.: „Man sagt: ,Eile heißt der Wind, der das Baugerüst umwirft‘“, (S. 68). In anderen Fällen sprechen die Figuren in Klischees: „Geld ist nicht alles“, (S. 84), meint Frau Yang.

Zusammenfassende Sätze und Kurzgedichte

Außerdem äußert sich Shen Te oft in Form von kurzen Sätzen, die allein in Zeilen stehen, wie z. B.: „Sie sind schlecht./ Sie sind niemandes Freund./ Sie gönnen keinem einen Topf Reis./ Sie brauchen alles selber. / Wer könnte sie schelten?“, (S. 21). Ihre Aussagen und Fragen erhalten durch diese Form eine lyrische Wirkung, die durch die Anwendung einer Anapher, der ständigen Wiederholung des Personalpronomens „Sie“ zu Beginn der Sätze, verstärkt wird. Häufig wird durch Shen Tes Kurzgedichte die aktuelle Situation, die im Laufe der Szene entstanden ist, zusammengefasst. Ein Teil der Gedichte ergibt unabhängig von dem Stück Sinn und ist poetisch ästhetisch. Das trifft z. B. auf das Gedicht „Ich will mit dem gehen, den ich liebe“ (S. 80) zu.

Metaphern, Symbolik und Bilder

Durch die Verwendung der Songs und Gedichte gibt es viel Raum für stilistische Mittel. „Das Lied...

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