Epilog

Ein offenes Ende

Die letzte Szene aus „Der gute Mensch von Sezuan“ hinterlässt den Leser oder das Publikum unbefriedigt. Zum einen ist das Ende offen, und man weiß nicht, wie die Handlung weitergeht. Doch das ist nicht der einzige Grund für das fragende Gefühl, das die letzte Szene hinterlässt. Werke mit einem einfachen, offenen Schluss geben dem Rezipienten oft die Möglichkeit, die Geschichte selbst weiterzuspinnen, oder sie hinterlassen eine Vermutung, was als Nächstes passieren könnte.

So geschieht es nicht in diesem Brecht-Stück. Dass die Götter die verzweifelte Protagonistin im Stich lassen, ohne einzugreifen, ihr Flehen überhören und beschließen, die Realität zu ignorieren (S. 142), macht die ganze Geschichte absurd. Shen Tes Verwandlungsspiel verliert se...

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