Zitate

Michaels Verhalten zu seinem Vater und Mutter

 

Manchmal hatte ich das Gefühl, wir, seine Familie, seien für ihn wie Haustiere (31).

 

Ich hatte gern gehabt, daß wir, seine Familie, sein Leben gewesen wären (31).

 

Aber gerade wegen der Distanz zwischen uns suchte ich das Gespräch mit ihm“ (134)

 

Mein Vater war verschlossen,konnte weder uns Kindern seine Gefühle mitteilen noch
etwas mit den Gefühlen anfangen, die wir ihm entgegenbrachten (134).

 

Wenn wir Kinder unseren Vater sprechen wollten, gab er uns Termine wie seinen Studenten (134).

 

Gesina, eine Psychoanalytikerin, meinte, ich müsse mein Verhältnis zu meiner Mutter aufarbeiten. Falle mir nicht auf, daß meine Mutter in meiner Geschichte kaum vorkomme? (166).

 

Michaels Krankheit und Scham

Schon seit Tagen war ich schwach gewesen, so schwach wie noch nie in meinem Leben. Jeder Schritt kostete mich Kraft. Wenn ich zu Hause oder in der Schule Treppen stieg, trugen mich meine Beine kaum. […] Ichschämte mich, so schwach zu sein. Ich schämte mich besonders, als ich mich übergab (5-6).

 

Frau Hanna Schmidz hilft Michael

Die Frau, die sich meiner annahm, tat es fast grob. Sie nahm meinen Arm und führte mich durch den dunklen Hausgang in den Hof. […] Die Frau drehte den Hahn auf, wusch zuerst meine Hand und klatschte mir dann dasWasser, das sie in ihren hohlen Händen auffing, ins Gesicht (6).

 

Sie richtete sich auf und sah, daß ich weinte. » Jungchen«, sagte sie verwundert, »Jungchen.« Sie nahm mich in die Arme. Ich war kaum größer als sie, spürte ihre Brüste an meiner Brust, roch in der Enge der Umarmung meinen schlechten Atem und ihren frischen Schweiß und wußte nicht, was ich mit meinen Armen machen sollte.Ich hörte auf zu weinen (6-7).

 

Michaels Begierde


„Wenn der begehrliche Blick so schlimm war wie die Befriedigung der Begierde, das aktive Phantasieren so schlimm wie der phantasierte Akt – warum denn nicht die Befriedigung und den Akt?“  (20-21). 

 

Michael und Hanna: das erste Mal

Sie trat so nahe an mich heran, daß ich ihre Brüste an meinem Rücken und ihren Bauch an meinem Po spürte. Auch sie war nackt. Sie legte die Arme um mich, die eine Hand auf meine Brust und die andere auf mein steifes Geschlecht. "Darum bist du doch hier!" (26).

 

In der folgenden Nacht habe ich mich in sie verliebt (28).

 

Michael ist neugierig

Das alles erzählte sie, als sei es nicht ihr Leben, sondern das Leben eines anderen, den sie nicht gut kennt und der sie nichts angeht. Was ich genauer wissen wollte, wußte sie oft nicht mehr, und sie verstand auch nicht, warum mich interessierte, was aus ihren Eltern geworden war, ob die Geschwister gehabt, wie sie in Berlin gelebt und was sie bei den Soldaten gemacht hatte. »Was du alles wissen willst, Jungchen!« (40).

 

Michaels und Hannas Beziehung

Es machte mich stolz. Ich staune wie viel Sicherheit Hanna mir gegeben hat. Mein Erfolg in der Schule ließ meine Lehrer aufmerken und gab mir die Sicherheit ihres Respekts. Ich fühlte mich in meinem Körper wohl(41).

 

Ich stellte mir vor, wie unsere Beziehung in fünf oder zehn Jahren aussehen könne. Ich fragte Hanna, wie sie es sich vorstellte. Sie mochte nicht einmal bis Ostern denken, wo ich mit ihr in den Ferien mit dem Fahrrad wegfahren wollte“ (41).

 

Hannas Analfabetismus


Hanna konnte nicht lesen und schreiben (126). 

 

”Lies es mir vor!“ – „Lies selbst, ich bring's dir mit.“ – „Du hast so eine schöne Stimme, Jungchen, ich mag dir lieber zuhören als selbst lesen.“ (43).

 

Sie meinte es ernst. Ich mußte ihr eine halbe Stunde lang »Emilia Galotti« vorlesen, ehe sie mich unter die Dusche und ins Bett nahm (43).

 

Weil sie das Buch der Tochter wie auch die Anklage nicht hat...

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