Personenkonstellation

Michael Berg und Hanna Schmitz

Die Beziehung von Michael und Hanna beginnt, als er 15 Jahre alt und sie Mitte 30 ist. Nur zufällig begegnen sie einander auf der Straße. Wenige Tage später beginnen sie eine Affäre.

Das Verhältnis mit Hanna gibt dem unsicheren und selbstkritischen Schüler Michael Sicherheit. Er wird durch Hanna nicht nur selbstbewusster, sondern kann auch mit den Mädchen in seiner Klasse besser umgehen (S. 64 f.). Später ist es aber genau diese Beziehung zu Hanna, die den Studenten Michael verunsichert. Er weiß als Erwachsener nicht, wie er sich Hanna gegenüber verhalten soll.

Als Student kann er sich von Hanna nicht mehr so einfach anleiten lassen, wie es als Schüler der Fall war. Da hat Hanna bei Körperlichkeiten die Anweisungen gegeben, und Michael profitierte von ihrer Erfahrung (S. 34). Auch die Radtour verbrachten sie offiziell als Mutter und Sohn, was die Hierarchie in der Beziehung verdeutlicht. Zumindest nach außen hin war Hanna die Leitfigur. Die sexuelle Verbundenheit der beiden steht dabei im ersten Romanteil noch im Vordergrund, während sich das Bild mit der Zeit zu verschieben beginnt. Auch emotional entsteht zwischen Hanna und Michael Nähe. Er liest ihr vor, sie kümmern sich umeinander.

Dabei gründet sich ihre Beziehung zu einem großen Teil auf Rituale (Duschen, Vorlesen …) und e...

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