Schuld und Scham

Der Begriff der Schuld wird hier anhand einer Tat dargestellt, die von einem Individuum ausgeführt wurde und gegen moralische, soziale und ethische Normen und Richtlinien verstieß.

Ein Mensch kann sich sowohl unbewusst schuldig machen, das heißt, er weiß zu dem Zeitpunkt der Tat nicht, dass er etwas Unrechtes tut, oder er macht sich bewusst, vielleicht sogar vorsätzlich schuldig (er weiß genau, dass das, was getan wird, gegen Recht, Ethik oder Moral verstößt). Schuld ist dabei oft damit verbunden, anderen Menschen Leid zuzufügen, sei es körperlich oder seelisch.

Der Richter fragt die Angeklagten bei dem Prozess immer wieder nach dem Grund dafür, weshalb keine von ihnen die Tür der Kirche aufgeschlossen habe. Die anderen Angeklagten nutzen Hannas Ehrlichkeit aus und versuchen, ihr alle Schuld zuzuweisen. Eine der Angeklagten weist bei der Frage auf Hanna und gibt ihr direkt die Schuld. Hanna wird vom Gericht für schuldig befunden und zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt, weil sie die Gefangenen nicht aus der brennenden Kirche befreit hat. Aber die anderen Angeklagten tragen eine doppelte Schuld. Sie sind auch für den Tod vieler Menschen verantwortlich, und sie lassen durch ihre Lüge Hanna allein dafür haften.

Das Motiv der Schuld lässt sich auch auf Michael Berg übertragen, wenn auch auf einer anderen Ebene. Michael Berg wirft die Frage danach auf, inwieweit und ob die nachkommende Generation Schuld wegen der Verbrechen der Nationalsozialisten empfinden muss und wie diese damit umgehen soll. Die Schuld der Menschen in der NS-Zeit, die a...

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