Rezension

Was ist eine Rezension?

Das Wort „Rezension“ stammt vom lateinischen Verb „recensere“ (mustern, durchdenken) und bezeichnet eine kritische Besprechung literarischer Werke, Theaterstücke, Filme, Fernsehsendungen, Konzerte, Musicals… Insbesondere Neuerscheinungen, Premieren und Uraufführungen werden in Zeitungen oder im Internet von professionellen Kritiker*innen aus verschiedenen Perspektiven heraus interpretiert, analysiert und bewertet. 

Bei einer Rezension handelt es sich um einen informativen, manchmal auch unterhaltenden Text, in welchem der/die Autor*in durch eine persönliche Stellungnahme und ein begründetes Urteil ein bestimmtes Werk kritisch bespricht und bewertet.

Die Sprache einer Rezension kann sachlich und genau sein, aber auch witzig, lebendig, ironisch und sogar sarkastisch, wenn dem/der Kritiker*in das Rezensierte nicht gefällt. Der/die Rezensent*in vermittelt dem/der Leser*in seine/ihre subjektiven Eindrücke, so etwa Begeisterung oder Enttäuschung über das Gesehene, Gelesene oder Gehörte.

Aufbau 

In der Schule werden hauptsächlich Buchrezensionen als Aufsätze geschrieben. Die Rezension beschreibt in der Regel kurz die Thematik und den Hauptinhalt, die Intention und die Zielsetzung des Textes, bevor sie mithilfe einer begründeten Bewertung ausgewählter Aspekte des Werkes die subjektiven Gesichtspunkte des/der Verfasser*in schildert.

Eine Rezension besteht meistens aus drei Teilen: Einleitung, Hauptteil und Schluss.

Die Einleitung vermittelt die Eckdaten zum Text: Titel, Name des/der Autor*in, Datum der Veröffentlichung, Textart, Genre und Zielgruppe. Diese Informationen werden häufig durch weitere wichtige Auskünfte, zum Beispiel über das Leben und die übrigen Bücher des/der Verfasser*in, ergänzt. 

Der Hauptteil der Rezension wird üblicherweise in zwei Teile gegliedert. Der erste Abschnitt fasst die Handlung zusammen. Er vermittelt einen Überblick über die Erzählung und ihre Thematik, ohne das Ende der Geschichte zu verraten, um die Neugierde des/der Leser*in aufrechtzuerhalten.

Der zweite Abschnitt des Hauptteils arbeitet einige ausgewählte Aspekte des Werkes heraus, die Du, wenn Du eine Rezension schreibst, für wichtig hältst. Diese Auffälligkeiten oder Besonderheiten können Merkmale, wie Handlungsverlauf, Ort, Zeit, Stil, Stilmittel, Motive oder Sprache, betreffen. Deine Argumente werden im Allgemeinen mit Schlüsselzitaten belegt. Sie können die folgenden Punkte berücksichtigen:

  • Authentizität und Wahrhaftigkeit der Figuren als Identifikationsmodelle
  • Verhältnisse der Personen zueinander 
  • Lesbarkeit und Verständlichkeit des Textes
  • Stimmungen im Werk
  • Glaubwürdigkeit, Schlüssigkeit und Aktualität der Handlung

Im letzten Teil der Rezension darfst Du ein Fazit ziehen und dem/der Leser*in Deine Meinung und Deinen Gesamteindruck vermitteln. Hier kannst Du das Werk empfehlen oder von der Lektüre abraten. Darüber hinaus kannst Du die Rezension mit weiteren bedeutenden Informationen oder persönlichen Erfahrungen abrunden und so Deine Meinung bekräftigen.

Zusammenfassend soll eine Rezension den Inhalt und die Form der Textgrundlage kurz vermitteln, ohne das Ende der Geschichte zu verraten, sowie eine kritische persönliche Stellungnahme des/der Rezensent*in enthalten, die anhand prägnanter Beispiele begründet wird.