Kapitel 2

Das zweite Kapitel umfasst 196 Seiten (S.11–207) und stellt den Hauptteil der Handlung dar. Es wird durch mit Sternchen markierte Absätze in kürzere Abschnitte aufgeteilt.

Abschnitt 2.1

Seitenzahl: 11-22

Ort: Wohnung von Höppner, Berlin, Gymnasium Am Stadtrand

Personen: Höppner, Vera, F2M2 (Freund von Höppners Mutter), Klassenkameraden von Höppner, Doktor Faller (Spitzname Doktor Turnschuh, Höppners Deutschlehrer)

Zeit: Kurz nach Frieders erstem Selbstmordversuch

Als Höppners Freund Frieder seinen ersten Selbstmordversuch unternommen hat, hat Höppner von diesem erst einmal deshalb gar nichts mitbekommen, weil er für ein paar Tage von zuhause weggelaufen war. Zuhause fühlt sich der 18-Jährige alles andere als wohl, weil er den Freund seiner Mutter überhaupt nicht leiden kann. Er bezeichnet ihn nur als den F2M2, den „Fiesen Freund Meiner Mutter“. Der F2M2 ist Maler und wünscht sich von Höppner ständig, dass dieser ihm bei handwerklichen Arbeiten im Haus hilft. Um ihm aus dem Weg zu gehen, fährt Höppner mit seiner Freundin Vera immer wieder einmal für ein paar Tage weg und erkundet andere deutsche und europäische Städte.

Als Frieder seinen ersten Selbstmordversuch verübt hat, haben Höppner und Vera gerade für ein paar Tage die Schule geschwänzt, um nach Berlin zu trampen. Dort sind sie für ein paar Tage bei einem Bekannten von Veras Bruder untergekommen und erkunden gemeinsam die Stadt, die in den 1980er Jahren durch eine Mauer geteilt wird. Für Höppner ist die Großstadt deshalb ein Sehnsuchtsort, weil er gehört hat, dass man, wenn man in Berlin wohnt und dort gemeldet ist, nicht zur Bundeswehr gehen muss. 

Nach ihrem Aufenthalt in Berlin trampen Höppner und Vera zurück nach Hause. Nach einem nächtlichen Aufenthalt auf der Autobahn werden sie am nächsten Morgen von einem Lastwagenfahrer direkt bis vor ihrer Schule abgesetzt. Dort fällt Höppner sofort die Tatsache auf, dass Frieder nicht anwesend ist. Noch etwas anderes ist merkwürdig: Im Deutschunterricht wird über Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werther“ und über Suizid diskutiert und alle in der Klasse scheinen ausnahmsweise einmal wirklich interessiert zuzuhören. Als Höppners Klassenkameradin Cäcilia anfängt zu weinen, versteht er gar nichts mehr, bis sie plötzlich erzählt, dass sie nicht verstehe, warum Frieder den Suizidversuch unternommen habe.

Abschnitt 2.2

Seitenzahl: 23-30

Ort: Supermarkt, Nervenheilanstalt „Schwarzes Holz“

Personen: Höppner, Höppners Mutter, Frieder

Zeit: Kurz nach Frieders Selbstmordversuch

Höppner besucht seine Mutter bei ihrer Arbeit im Supermarkt und erfährt von ihr, dass Frieder sich nicht mehr im Krankenhaus befindet, sondern in die Nervenheilanstalt am Rande der Stadt eingewiesen wurde. Ohne zu zögern, macht sich Höppner auf den Weg, um seinen Freund in der geschlossenen Abteilung zu besuchen.

Frieder kommt Höppner ungewöhnlich steif und ungelenk vor, so als würde er sich in seinem Körper nicht mehr wohlfühlen. Höppner weiß nicht, worüber er mit seinem Freund sprechen soll. Er traut sich nicht, ihn nach dem Grund seines Selbstmordes zu fragen. 

In der Schule haben alle, und zwar inklusive Höppner, Frieder immer mit dem Spitznamen „der Bauer“ aufgezogen, weil das der Beruf seiner beiden Eltern ist. Aber Höppner ist sich nicht sicher, ob ein Spitzname Grund genug für einen Selbstmordversuch ist. Alles, was er weiß, ist aber, dass er Frieder – den er seit der fünften Klasse kennt und mit dem er seit der neunten befreundet ist – nie wieder so nennen wird.

Alles, was Höppner über Frieders Selbstmordversuch weiß, ist, wie er ihn verübt hat. Frieder hat gleich nach der Schule eine Überdosis Schlaftabletten geschluckt, dazu eine Zweiliterflasche Wein getrunken und sich dann in den Keller zurückgezogen. Dort hat ihn sein Vater zufälligerweise gefunden und konnte für seinen Sohn gerade noch rechtzeitig medizinische Hilfe holen. 

Abschnitt 2.3

Seitenzahl: 31-35

Ort: Hühnerfarm, in der Höppner arbeitet

Personen: Höppner, Schichtleiter 

Zeit: Kurz nach Frieders Selbstmordversuch

Höppner arbeitet zwei Mal in der Woche in einer Hühnerfarm, in der er Hühner in Kisten stopfen muss, die dann auf Laster verladen und zum Schlachthof gebracht werden. Er hat den Job von jemandem übernommen, der seinen Wehrdienst ableisten muss. Aus diesem Grund muss Höppner jedes Mal dann, wenn er mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, daran denken, dass seine Ladung zur Musterung bald bei ihm eintreffen wird. 

Die meisten aus seiner Klasse wurden schon gemustert. Doch Höppner plant bereits, die Vorladung einfach zu ignorieren und bei der nächstmöglichen Gelegenheit nach Berlin abzuhauen, wo der Wehrdienst nicht verpflichtend ist. Die Bundeswehr ist überhaupt nicht sein Fall: Er möchte nicht blind Befehle befolgen, herumballern und sich am Abend mit anderen Soldaten betrinken. Höppners Schichtleiter in der Hühnerfarm war ebenfalls bei der Bundeswehr und berichtet Höppner davon, wie scheußlich seine Zeit dort gewesen ist. 

Abschnitt 2.4

Sei...

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