Albertine

Die emanzipierte Frau

Albertine spielt als zweite Hauptfigur neben ihrem Mann Fridolin eine zentrale Rolle in der Erzählung. Ihr Geständnis in Bezug auf den Dänemarkurlaub sowie ihr Traum bilden die Auslöser für die Krise zwischen den Eheleuten und die nächtlichen Abenteuer Fridolins. Allerdings werden nur diese beiden Ereignisse aus Albertines Perspektive geschildert und sind in wörtlicher Rede verfasst. Ansonsten entwickeln sich ihre Charaktermerkmale aus Fridolins Sicht.

Ebenso wie schon bezüglich Fridolin erhält der Leser auch über Albertines Aussehen keinerlei Informationen. Ihr Alter wird ebenfalls nicht erwähnt. Die Tatsache aber, dass sie eine sechsjährige Tochter hat und als fast Siebzehnjährige (S.16) jungfräulich in die Ehe mit Fridolin ging, lässt Albertines Alter erahnen. Sie ist also mindestens 24 Jahre alt. Ob sie einen Beruf ausübt, erfährt der Leser nicht. Zum Zeitpunkt der Handlung ist Albertine Hausfrau und Mutter. Dabei wird sie durch Hauspersonal unterstützt (vgl.: Dienstmädchen, S.17, 70, 73).

Albertines Moralvorstellungen sind weniger konservativ als diejenigen Fridolins. Für sie sind die damals herrschenden Regeln nicht verbindlich. So gibt sie ihrem Mann zu verstehen, dass sie – entgegen der herrschenden Konvention – auch schon vor der Ehe bereit gewesen wäre, mit ihm zu schlafen.

Noch vor ihrer Verlobung stand Fridolin eines Abends vor ihrem Fenster und Albertine weiß: „(...) und er könnte von mir in dieser Nacht alles haben, was er nur ve...

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