Glück und Reichtum

In dem Bild, das Schnitzler von der Wiener Gesellschaft zeichnet, sind die Menschen bestimmten Rollen zugeordnet. Ihre gesellschaftlichen Positionen sind fest, und sie haben keine Perspektive, aus diesen ausbrechen zu können. Die sozialen Stufen, auf denen die verschiedenen Figuren stehen, klaffen teilweise sehr weit auseinander. Die Protagonisten äußern auch keine Ambitionen, diesen Zustand zu ändern. Sie scheinen sich alle mit ihrem Status abgefunden zu haben. Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht macht in der Erzählung keine wesentlichen Unterschiede für die Protagonisten: Sowohl die Reichen als auch die Armen suchen Glück und Liebe, sexuelle Lustbefriedigung oder Trost in flüchtigen Affären mit fremden Menschen.

Was könnte sonst der Sinn der großen sozialen Unterschiede sein, wenn Reichtum nicht glücklich macht? In der letzten Szene wird die Bedeutung der Gesellscha...

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