Gesellschaftskritik

Die Moralvorstellungen

Die Szenen in Arthur Schnitzlers „Reigen“ enthalten einige direkte und indirekte gesellschaftskritische Aussagen. Doch auch als Ganzes wirkt das Stück zur Zeit seiner Premieren in Berlin und Wien wie ein Fingerzeig auf die spießbürgerliche Intoleranz der Gesellschaft. Die große Ablehnung, die dem Stück „Reigen“ entgegenschlägt, besonders, als es auf die Bühne gebracht wird, deckt die Prüderie und Engstirnigkeit der Gesellschaft auf. Obwohl nicht ein einziges Mal die Beschreibung  einer tatsächlichen Sexszene enthalten ist – der Autor spart diesen Teil aus und markiert ihn mit Gedankenstrichen – wird er als „Pornograph“ bezeichnet. Inwiefern Schnitzler geplant hat, mit dem Stück an sich zu provozieren, damit sich die bürgerliche Verklemmtheit zeigt, ist nicht geklärt.

In den Dialogen sind an manchen Stellen verschiedene Formen der Kritik an der gesellschaftlichen Ordnung und dem Zustand der österreichischen Hauptstadt zur Zeit des Fin de Siècle eingebaut. Zunächst lässt sich feststellen, dass viele der Figuren unglücklich sind, was ein Indikator dafür sein könnte, dass etwas an den Lebensbedingungen der Bürger nicht stimmt.

Die dargestellte Verdrossenheit...

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