Rezeption und Kritik

Kurz nach der Veröffentlichung des Stückes entstehen einige Parodien darauf. Viele davon fokussieren besonders darauf, dass „Reigen“ so zahlreiche erotische und sexuelle Handlungen beinhalte. Eine Parodie von Arthur Sakheim namens „Reigen. Ein Zwischenspiel. Ehemals von Arthur Schnitzler“ unterstellt Schnitzler, das Stück ganz bewusst so skandalträchtig gestaltet zu haben, um besonders viel Geld damit verdienen zu können. Auch in späteren Jahrzehnten äußern Kritiker sich noch über Schnitzlers berühmtes Stück.

Wegen des Skandals und des Aufruhrs um seine Szenenfolge will Schnitzler einer Umsetzung des Stoffes auf der Bühne nicht zustimmen. Erst nach siebzehn Jahren traut er sich, eine Uraufführung in Berlin zu genehmigen. Gegen die Aufführung im Jahr 1920 wird in letzter Minute ein Verbot ausgesprochen, doch die Theaterbesatzung lässt sich davon nicht abschrecken. Es entsteht sogar eine Demonstration von Schnitzler-Anhängern, um den Schriftsteller zu unterstützen und sich gegen die Einschränkung der Kunst auszusprechen. Die Schauspieler und der Leiter des Kleinen Schauspielhauses werden wegen Verbreitung von Unzucht angeklagt, und es droht ihnen eine Gefängnisstrafe. Doch vor Gericht werden sie freigesprochen.

In den Wiener Kammerspielen erfolgt im Februar 1921 die Premiere von „Reigen“, die weitere Kontroversen und Auseinandersetzungen verursacht. Einige Zeitungen, z. B. der „Volkssturm...

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