Merkmale der Wiener Moderne in „Lieutenant Gustl“

Als erster deutschsprachiger Text, der den inneren Monolog zum konsequenten Strukturprinzip erhebt, kann Leutnant Gustl als ein Paradebeispiel für die Stilrichtung der „Wiener Moderne“ angeführt werden: Auch hier geht es im Zuge der Subjektivierung von Literatur darum, den Seelenregungen eines Menschen in seinen feinsten Nuancen nachzugehen und diese dem Leser direkt und unmittelbar zugänglich zu machen, ohne sie einer Bewertung durch einen kommentierenden Erzähler zu unterziehen. Besonders deutlich wird dies in der unmittelbaren Darstellung von Gustls Verzweiflung und Todesangst, die sich immer wieder Bahn brechen (z. B. „Aber Gustl, sei doch aufrichtig mit dir selber: – Angst hast du – Angst, weil duʼs noch nie probirt hast. […] Viel werth bist d...

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