Zeitraffung und Zeitdeckung

Die erzählte Zeit umfasst ungefähr acht Stunden: Die Handlung erstreckt sich von zehn Uhr abends bis sechs Uhr am nächsten Morgen. Dazwischen ist auf die Zeit zwischen ungefähr 00:30 und 3:00 Uhr der fast dreistündige Schlaf von Gustl auf der Parkbank zu terminieren, der übersprungen und nicht näher ausgeführt wird. Folglich liegt hier eine extreme Form der Zeitraffung, nämlich ein Zeitsprung bzw. eine Ellipse, vor.

Die Erzähltechnik des inneren Monologs eröffnet neben der äußeren, messbaren Zeit noch eine Ebene der inneren Zeit: Der Zeitraum wird zum Bewusstseinsraum erweitert. Gerade hierin erweist sich „Lieutenant Gustl“ als typisches Werk der literarischen Moderne, insofern hier die äußerlich messbare Zeit gegenüber dem inneren ...

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