Epoche

In unserer Epochenübersicht steht der zeitgeschichtliche Hintergrund von „Fräulein Else“ im Mittelpunkt. Nach einem Blick auf die Entstehungsgeschichte und mögliche historische Vorlagen wird zudem die Wirkung des Schauspiels in der Öffentlichkeit diskutiert. Von besonderem Interesse sind dabei die vielfältigen Adaptionen, die im Laufe der Zeit auf der Grundlage der Novelle entstanden sind.

Zur Klärung des historischen Hintergrunds soll darüber hinaus vor allem das Wiener Bürgertum und das Frauenbild in der Zeit um 1900 detailliert beleuchtet werden. Dies ist deshalb wichtig, um die Handlung zeitgeschichtlich verorten und den zentralen Konflikt des Stücks besser nachvollziehen zu können. Darüber hinaus wird in diesem Kapitel untersucht, inwiefern sich Schnitzlers Erzählung dem Genre der Novelle zurechnen lässt.

Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch die literarturgeschichtliche Einordnung, indem der Frage nachgegangen wird, welche Merkmale der „Wiener Moderne“ in der Novelle zum Tragen kommen. Neben den inhaltlichen Gesichtspunkten, wie der Hinwendung zum Ich und den Facetten seines Seelenlebens, finden hierbei auch formale Aspekte, wie der Einsatz neuartiger Erzähltechniken, Erwähnung.

Abschließend sollen zum besseren Verständnis der Novelle noch die bedeutenden philosophischen und psychoanalytischen Ansätze, die im Wien der Jahrhundertwende entstanden sind und Schnitzler stark beeinflusst haben, zusammenfassend präzisiert werden. Einen wichtigen Stellenwert nehmen hierbei Freuds Hysterie-Studien ein, auf die Schnitzler bei der Darstellung Elses immer wieder intertextuell verweist.…

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