Stilmittel

Ob…

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Auslassungspunkte und Gedankenstriche

Der innere Monolog zeichnet sich dadurch aus, dass die oftmals inkohärenten und sprunghaften Gedanken einer Figur unmittelbar wiedergegeben werden. Wie bei der Untersuchung der sprachlichen Gestaltung bereits herausgefunden, führt dies in „Fräulein Else“ zu teilweise grammatikalisch unvollständigen Sätzen, die von Auslassungen (Ellipsen) geprägt sind und bis zum vollständigen Verstummen (Aposiopese) reichen können: „Kühl wird es. Fenster zu. Vorh…

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Ausrufe und Fragen

Elses Hilflosigkeit und Verzweiflung spiegeln sich überdies in ihren zunehmend verzweifelten Ausrufen und Fragen wider: „Warum denn?“ (S. 34), „Was ist das? Er fasst nach meiner Hand? Was fällt ihm denn ein?“ (S. 34), „Wer lacht denn da? Ich selb…

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Anapher und Parallelismus

Eine besondere Form der Wiederholung stellt die Anapher dar, die sich durch die Wiederaufnahme eines Wortes am Satz- oder Versanfang auszeichnet. Auch dieses Stilmittel ist in „Fräulein Else“ des Öfteren zu konstatieren und dient hier ebenfalls als In…

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Reihung und Klimax

Um zu verdeutlichen, wie sehr Else sich in ihr Dilemma hineinsteigert und dabei auch mehr und mehr in innere Widersprüche verwickelt, greift Schnitzler des Öfteren auf das Stilmittel der Reihung (=Enumeratio) zurück. Besonders eindrücklich erscheint in diesem Zusammenh…

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Personifikation, Metapher und Vergleiche

Der Veranschaulichung ihrer Empfindungen dienen auch die zahlreichen Vergleiche, die in der Novelle zu finden sind: „Die Luft ist wie Champagner“ (S. 21, 37, 42), „Ich irre in der Halle umher wie eine Fledermaus“ (S. 64). Häufig gehen diese Vergleiche mit einer Personifikation der…

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Liste von rhetorischen Stilmitteln

Akkumulation (anhäufende Aufzählung): „ich die Hochgemute, die Aristokratin, die Marchesa, die Bettlerin, die Tochter des Defraudanten“ (S. 18); „Alle singen mit. Die Wälder auch und die Berge und die Sterne“ (S. 80f.).

Alliteration (Wiederholung von Buchstaben oder Silben zu Beginn benachbarter Wörter): „Nein. Nie und nimmer“ (S. 16).

Analepse (Rückblende, Flashback): „Ich hab’ es ja eigentlich nicht ganz verstanden damals. Nun ja mit – sechszehn Jahren“ (S. 10).

Anapher (Wiederholung eines Wortes oder einer Wortgruppe an Satz- oder Versanfängen): „Ich fliege … Ich träume … ich schlafe … ich träu … träu – ich flie …..“ (S. 81); „Ich hab es nicht tun wollen. Ich war verrückt. Ich will nicht sterben“ (S. 79).

Antithese (Zusammenführung entgegengesetzter Begriffe):„Seine gepflegten Hände sehen aus wie Krallen“ (S. 36).

Aposiopese (Verstummen, Abbruch der Rede, bevor das Wesentliche gesagt wird): „Aber vielleicht hätten sie ihn auf dem Bahnhof wegen Fluchtverdacht – –“ (S. 15).

Asyndeton (Aufzählung von mindestens drei Wörtern oder Satzgliedern, die ohne ein Bindewort miteinander verbunden sind): „Du bist geheimnisvoll, dämonisch, verführerisch“ (S. 25).

Correctio (Korrektur oder Verbesserung einer Aussage) und Antiklimax (abfallende Steigerung, die häufig aus drei Teilen besteht): „Ich bin nicht verliebt. In niemanden. Und war noch nie verliebt […] Ich glaube, ich kann mich ni…

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