Musik

Musiknoten statt Wörter

Die Dialogpassagen in Schnitzlers Novelle „Fräulein Else“ verdeutlichen bereits das Versagen der Sprache als Mittel der Verständigung. Am Ende der Erzählung wird der Sprache vollends die Fähigkeit abgesprochen, Elses Gefühle adäquat beschreiben zu können. Dies zeigt sich darin, dass in dem Moment höchster Erregung, als sich Else vor den Augen der Öffentlichkeit nackt präsentiert, anstelle der Schriftzeiche…

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Musik als Psychogramm[2]

Indem Schnitzler an dieser Stelle nicht mehr nur auf die Musik verweist und diese erzählerisch beschreibt, sondern auch Teile der Noten in seinem Text abdruckt, fungiert die Musik in „Fräulein Else“ zugleich als eine Art Psychogramm. Nicht umsonst greift Schnitzler hierfür mit Schumanns „Carnaval“ auf ein sehr sperriges romantisches Musikstück zurück, das mit seinen verschiedenen Facetten einen uneinheitlichen Eindruck erweckt. Dies kann als Sinnbild für Elses ambivalenten Charakter und ihre widersprüchlichen Wünsche und Se…

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