Intertextuelle Bezüge

Anspielungen auf Literatur und Theater

Else entlarvt die Scheinheiligkeit der bürgerlichen Gesellschaft mithilfe von Vergleichen und Metaphern, in denen das Verhalten und der Sprachausdruck der Menschen auf das Milieu des Theaters und des Schauspiels bezogen werden: „Das sagt man doch nur im Burgtheater“ (S. 32), „Es klingt wie aus einem Buch“ (S. 35), „Affektierter Schuft. Spricht wie ein schlechter Schauspieler. Seine gepflegten Hände sehen aus wie Krallen“ (S. 36). Elses Betrachtungen beweisen ihre starke Beziehung zur Buch- und Theaterwelt.

Neben der Theatermetaphorik spielt die Welt der Kunst auch insofern eine wichtige Rolle, als Schnitzler immer wieder mittels Verweisen aus dem Bereich der Literatur, Oper und Bildenden Kunst indirekt den Gemütszustand von Else verdeutlicht. In diesem Zuge stilisiert sich Else meist zu einer Kunstfigur vergangener Zeiten, bisweilen greift sie für ihre Inszenierungen aber auch auf moderne Frauenbilder aus Fotografie u…

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Anspielungen auf die Bildende Kunst und Musik

Die Anspielungen aus dem Bereich der Bildenden Kunst kreisen vorrangig um das Motiv der sündhaften Selbstentblößung und fungieren damit als Vorausdeutung auf Elses öffentliche Zurschaustellung ihrer Nacktheit. In diesem Sinne kann der Hinweis auf das von Dorsday verkaufte Aktgemälde des flämischen Malers Rubens mit dem Titel „Das Pelzchen“ (vgl. S. 13) gedeutet werden.

Hierbei handelt es sich um ein 1638 von Rubens geschaffenes Gemälde, das einen stehenden Frauenakt mit rotem offenem Haar zeigt. Dies stellt einen deutlichen Verweis auf die Schlussszene der Novelle dar, in der Else sich vor den Augen der Öffentlichkeit nackt präsentiert. Gerade in diesem Ausnahmezustand stilisiert sich Else zu einer Art Aktgemälde: „Florentinerinnen haben sich so malen lassen. In den Galerie…

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