Menschenbild

Weltkritik

Saint-Exupéry zeichnet ein sehr pessimistisches Menschenbild, als er die Bevölkerung der Erde beschreibt: "Hundertelf Könige, [...] siebentausend Geographen, neunhunderttausend Geschäftsleute, siebeneinhalb Millionen Säufer, dreihundertelf Millionen Eitle, kurz – ungefähr zwei Milliarden erwachsene Leute" (S. 80). Besonders mit der Darstellung der Besuche des kleinen Prinzen auf den Planeten (siehe die Planetenbewohner) kritisiert Antoine de Saint-Exupéry die Ansichten und die Werte der unterschiedlichen Typen der Erwachsenen, wie Macht, Eitelkeit oder Reichtumsansprüche. Sie leben alle ein einsames, illusionäres und hoffnungsloses Leben.

Die Menschenkritik in dem Werk ist vielfältig. Sie besteht vor allem in der Ansicht, dass die Erwachsenen sich nicht auf die wirklich wichtigen Dinge besinnen und konzentrieren, sie interessieren sich zu sehr für das Materielle. Ernste Sachen, Status und gehobene Freizeitinteressen sind für sie wichtig: "Bridge, Golf, Politik und Krawatten" (S. 9).  

Der Schriftsteller kritisiert unter anderem auch die Tatsache, dass die Erwachsenen die Schönheit eines Hauses nach seinem Preis beurteilen und dass sie glauben, die Freundschaft junger Menschen werde durch das Einkommen der Eltern bestimmt (vgl. S. 23). Die ständige Unzufriedenheit und die Rastlosigkeit der Menschen sind weitere Kritikpunkte Saint-Exupérys. Die Menschen kaufen zwecklos Pillen, um Zeit zu sparen, ohne zu wissen, was sie damit anfangen könnten (siehe die Erdbewohner).

Saint-Exupéry ironisiert die politische Welt, und zwar nicht nur mit dem Figur des Königs auf dem Asteroiden 325: Den Fall des Astronomen, dem erst geglaubt wurde, als er mit einem korrekten Habit auftrat, beschreibt Saint-Exupéry sarkastisch mit den Worten: "Z...

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