Die Kinderwelt

Der wissbegierige Prinz

Der kleine Prinz kommt von einem anderen Planeten und betrachtet die Welt somit mit anderen Augen. Der kleine Prinz besitzt eine kindliche Unvoreingenommenheit. Er kennt weder soziale Unterschiede, noch weiß er, was 'bewundern' bedeutet (vgl. S. 60). Er verurteilt niemanden, sondern schätzt die Erwachsenen nach seinen kindlichen Kriterien ein und wundert sich lediglich über sie. So stellt er bei den Besuchen auf den Planeten fest: "Die großen Leute sind entschieden ganz ungewöhnlich" (S. 68).

Der kleine Prinz versucht, die Erwachsenen mithilfe der vielen Fragen, die er stellt, besser zu verstehen. Er zögert nicht, den Erwachsenen Fragen über die Welt zu stellen und so lange auf ihnen zu beharren, bis er eine Antwort bekommt. Er ist neugierig und wissbegierig.

Der Gedankengang des kleinen Prinzen ist oft sehr praktisch orientiert. Er braucht beispielsweise unbedingt ein Schaf, das kleine Affenbrotbäume fressen kann. Um seine Rose vor dem Schaf zu beschützen, muss der Pilot einen Maulkorb erfinden. Für den kleinen Prinzen ist die Frage von großer Bedeutung, weshalb Rosen eigentlich Dornen haben, wenn sie sich damit dennoch nicht vor Tigern schützen können: "Der kleine Prinz dachte über die ernsthaften Dinge völlig anders als die großen Leute" (S.67).

Die neugierigen Kinder

Im Gegensatz zu den Erwachsenen wissen die Kinder, wohin sie wollen, und kennen das Wesen der Freundschaft: "Sie wenden ihre Zeit an eine Puppe aus Stoff-Fetzen und die Puppe wird ihnen sehr wertvoll, und wenn man sie ihnen wegnimmt, weinen sie..." (S. 103). Kinder sind somit zufrieden, wenn sie eine billige Puppe aus Stofffetzen besitzen. Die Puppe wird wertvoll für sie, da sie Zeit mit ihr verbringen und mit ihr Freundschaft schließen. Diese Puppe kann für die Kinder auch nicht einfach durch eine andere Puppe ersetzt werden, da sie sich ihr ganz hingeben und sich für sie verantwortlich fühlen. Deshalb weinen sie, wenn man ihnen die Puppe wegnehmen würde.

Die Kinder erscheinen neugierig im Buch: Sie interessieren sich für ihre Umgebung. Im Gegensatz zu den Erwachsenen, die in den Schnellzügen gähnen oder schlafen (vgl. S. 103), drücken die Kinder ihre N...

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