Historischer Hintergrund

Nationalsozialismus

Als Nationalsozialismus bezeichnet man eine diktatorische Herrschaftsform, die 1933 ihren Anfang findet und 1945 endet. Diese Periode ist von kriegerischen, gewalttätigen und rassistischen Handlungen geprägt. Die Nazis wollen ein großgermanisches Weltreich erschaffen und viele Länder unterwerfen. 

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (kurz: NSDAP) unter der Führung von Adolf Hitler beginnt schon in den 1920er Jahren, die Demokratie ablösen zu wollen und antisemitische Gedanken (Antisemitismus = Judenhass) zu verbreiten und kann nach den gewonnenen Wahlen 1933 und der Machtübernahme schnell viele Maßnahmen ergreifen, welche die Juden und andere unerwünschte Personen betreffen. 

Das oberste Ziel des Nationalsozialismus ist darauf ausgerichtet, all jene zu vernichten, die nicht den Idealen Adolf Hitlers entsprachen. Dazu gehörten zum einen NS-Kritiker und politische Gegner und zum anderen die jüdische Bevölkerung. Kommunisten, Roma, Sinti, Homosexuelle und Menschen mit Behinderung werden verfolgt, vertrieben und zu einem großen Teil getötet. 

Die Anhänger des Nationalsozialismus werden verkürzt als „Nazis“ bezeichnet. Sie betrachteten sich selbst als überlegene Menschen, die der arischen Rasse angehören. Der ideale Arier hat weiße Haut und blaue Augen, ist blond und besitzt einen gesunden Körper. Arische Familien werden dazu ermutigt, viele Kinder zu bekommen. Durch eine intensive Propaganda, goldene Versprechen und manipulatorische Zurschaustellungen von Macht gewinnen die Nazis schnell den Großteil der deutschen Bevölkerung für ihre Ideologie. 

Die Verfolgung und die Flucht der Juden

Die Geschichte der Judenverfolgung reicht sehr weit in die Vergangenheit zurück. Personen mit jüdischem Glauben wurden schon im antiken Rom und im Mittelalter verfolgt. Die Juden wurden als Feinde angesehen und für Naturkatastrophen und Krankheiten verantwortlich gemacht. Man hat sie bestohlen, vertrieben und getötet. Im Nationalsozialismus findet dieser Terror dann seinen Höhepunkt. In dieser Zeit werden die Juden nicht nur als Menschen mit einer anderen Religion betrachtet, sondern als eine komplett andere Rasse. 

Nachdem Hitlers Partei, die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei), 1933 in Deutschland die Macht übernommen hat, beginnen die Nazis damit, die jüdische Bevölkerung systematisch auszugrenzen. Die Nationalsozialisten bezeichneten die Juden als eine „gefährliche Rasse“, als verschwörerisch und verlogen. Viele Gesetze werden in den kommenden Jahren erlassen, welche die jüdische Bevölkerung diskriminieren. 

Beziehungen und Eheschließungen zwischen Nichtjuden und Juden werden beispielsweise unter Strafe gestellt. Dies Vorgehen soll dazu dienen, die von Hitler idealisierte arische Rasse „rein“ zu halten. Es reicht schon aus, einen jüdischen Vorfahren gehabt zu haben, um dem Antisemitismus ausgesetzt zu sein. 

Juden haben bald kein Recht mehr, ihre Arbeit als Beamte auszuüben, dürfen nicht mehr am öffentlichen Leben teilnehmen und haben keine Bewegungsfreiheit mehr. Sie dürfen nicht zur Volksschule, nicht ins Kino und auch keine Geschäfte mehr betreten. Viele von ihnen werden von den Nazis in Deutschland und in den besetzten Ländern in eigene Wohnbezirke, sogenannte Ghettos, eingesperrt oder in Konzentrationslager geschickt und dort ermordet. Die jüdische Bevölkerung wird nicht nur verfolgt, sondern sogar ausgerottet: Während des „Holocausts“ oder der „Schoah“ fallen ungefähr ...

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