Schreiben und Kunst

Anderschs Gesamtwerk ist breit gefächert: Neben zahlreichen Essays, Rundfunkbeiträgen, Hörspielen, Reiseberichten und Erzählungen hat er vier Romane verfasst. In seinen Romanen „Sansibar oder der letzte Grund“ (1957),  „Die Rote“ (1960)  „Efraim“ (1967),  in seinem autobiografischen Roman „Die Kirschen der Freiheit“ (1952)  und seinen Erzählungen „Winterspelt (1974) und „Der Vater eines Mörders“(1980) setzt sich Andersch kritisch mit den Folgen des Faschismus  und mit anderen politischen Ideologien auseinander.

Andersch fragt danach, wie sich der Einzelne in einer Gesellschaft, die von einer politischen Ideologie vereinnahmt ist, seinen persönlichen Lebensraum sichern kann. Einen Ausweg  aus der politischen Vereinnahmung bietet für Andersch die Entwicklung des Individuums hin zu seiner individuellen Freiheit. Andersch sieht den Menschen immer im Verhältnis zu seiner ihn umgebenden Gesellschaft.

Hieraus lässt sich auch Anderschs Kunstverständnis ablesen. Für Andersch dient die Kunst nicht nur der Schaffung einer neuen ästhetischen Wirklichkeit, sondern sollte auch immer politisch motiviert sein. Die Aufklärung des Menschen ist dabei die hauptsächliche Aufgabe der Kunst. Für Andersch ist das Schreiben ein „Prozess eines kritischen Denkens, das die Bewußtseinsk...

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